Uhren-Lexikon M - O

  • Magazinbalg

    Der Magazinbalg ist Teil des Blasebalgs einer Flötenuhr. Er wird vom Schöpfbalg mit Luft gefüllt und erzeugt den Winddruck (Luftdruck) für die Orgelpfeifen. Der Magazinbalg muss außerdem so ausgelegt sein, dass der Flötenuhr während des Spielens niemals die Luft ausgeht.

  • Manufaktur

    Manufaktur leitet sich aus dem Lateinischen manus = Hand und facere = tun bzw. machen, ab. Unter einer Uhren-Manufaktur versteht man einen Betrieb, der sowohl das Uhrwerk als auch die sonstigen wesentlichen Bestandteile einer Uhr selbst fertigt. Manufaktur-Uhren, wie bei Matthias Naeschke, werden als exklusive Einzelstücke oder in Kleinserien von Hand hergestellt und sind in Qualität und Vollendung Ausdruck höchster Uhrmacherei.

  • Musikautomat

    Von einem Musikautomaten spricht man, wenn in eine Flötenuhr, Orgelwerk oder Musikuhr ein zusätzlicher Mechanismus zur Bewegung von Figuren eingebaut ist. Von Tieren, die sich bewegen, über Clown-Figuren bis hin zu ganzen, sich im Takt der Musik bewegenden, Orchestern reicht die Bandbreite. Matthias Naeschke bietet neben Wandflötenuhren mit Figuren ebenfalls einen Vogelkäfig-Automaten an.

  • Musikuhr

    Musikuhren können Flötenuhren, Glockenspiel-Uhren und Uhren mit Kammspielwerk sein.

  • Musikwalze

    Die Musikwalze, auch Stiftwalze genannt, ist das wichtigste und wertvollste Bauteil einer Flötenuhr oder eines mechanischen Orgelwerkes. Die Musikwalze wird vom Flötenuhrmacher gezeichnet und mit Messingstiften besteckt. Auf der Musikwalze werden Verzierungen der Musik und Musikinterpretation gespeichert. Gerade bei Flötenuhrrestauration hört man die Musik, wie sie der Erbauer im 18. und 19. Jahrhundert gehört und interpretiert hat. Somit ist die Musikwalze ein wahrer kultureller Schatz. Sie war das erste Speichermedium für Musik überhaupt.

  • Nirosta

    Nirosta setzt sich zusammen aus den Worten „nicht“ und „Rost“. Nirosta ist Oberbegriff für eine ganze Familie von Stahllegierungen, die säure- und korrosionsbeständig sind.

  • Nivarox

    Der Begriff Nivarox ist ein Kunstwort aus: Nicht / variabel / Oxyd. Nivarox ist eine Eisen-Nickel-Legierung, welche bei Unruhspiralen Verwendung findet. Nivarox rostet nicht, ist antimagnetisch, ermüdungsfrei und hat einen sehr kleinen Wärmeausdehnungskoeffizienten. Ein Gangregler mit Unruh-Reif aus Beryllium-Bronze und Nivarox-Spirale ist annähernd temperaturneutral. Man sagt auch, der Gangregler ist selbstkompensierend. Aus dieser Eigenschaft resultieren hervorragende Gangergebnisse bei mechanischen Uhrwerken. Zahlreiche Tischuhren aus der Kollektion von Matthias Naeschke sind mit diesen Gangreglern ausgestattet.

  • Orgellaufwerk

    Das Orgellaufwerk ist der Antrieb für das Musikwerk einer Flötenuhr. Es besteht aus einem Gestell, mehreren Rädern, einem Windflügel (Windfang) und treibt den Schöpfbalg und die Musikwalze an. Orgellaufwerke gibt es mit Seilzug oder Federzug.

  • Orgeluhr (Flötenuhr)

    Eine Flötenuhr ist eine Großuhr, die neben der reinen Funktion der Zeitanzeige noch ein kleines Orgelwerk besitzt. Stündlich nach dem Schlag des Uhrwerkes auf einen Gong oder eine Glocke wird das Orgelwerk ausgelöst und spielt Musik von einer Stiftwalze gesteuert. Matthias Naeschke hat das alte Handwerk des Flötenuhr-Machers 1984 wieder aufleben lassen und ist heute der einzige, in die Handwerksrolle eingetragene, Flötenuhrmacher weltweit.