Uhren-Lexikon T - V

  • Teilkreis

    Der Teilkreis wird auch Rollkreis oder wirksamer Durchmesser eines Zahnrades genannt. Zwei ineinander eingreifende Räder tangieren sich in ihren Teilkreisen. Im Teilkreis gehen die geraden Zahnflanken der in Uhren verwendeten Kreisbogenverzahnung in die gewölbten Zahnköpfe über.

  • Teilung

    Die Teilung beschreibt den Abstand zweier Zähne eines Zahnrades bezogen auf den Umfang des Teilkreises. Nur Räder mit gleicher Teilung können miteinander arbeiten (siehe Teilkreis).

  • Temperaturkompenstion

    Die Temperaturkompensation beschreibt den Ausgleich von Längenänderungen eines Pendels bei Temperaturschwankungen. Idealfall ist, wenn bei jeder Temperatur die Pendellänge unverändert bleibt. Bei Matthias Naeschke-Uhren sind Rostpendel zur Temperaturkompensation im Einsatz, die sich über viele Jahre bewährt haben.

  • Toleranz

    Ein entscheidender Faktor bei der Produktion von Uhrwerken und Uhrenbestandteilen ist die penible Einhaltung von vorher festgelegten Toleranzen. Als Toleranz wird die maximale Abweichung eines technischen Maßes nach oben und unten bezeichnet. Bei Uhrenbestandteilen bewegen sich die Toleranzen in Bereichen von Tausendstel Millimetern.

  • Trieb

    Ein treibendes Zahnrad bringt Kraft in ein Räderwerk. Das nächste Rad ist folglich ein getriebenes Rad (kurz Trieb). In mechanischen Uhren sind Triebe aus gehärtetem Stahl und haben 6 bis 20 Zähne. Die Größe des Triebes und des Rades ergibt sich aus den Räderwerksberechnungen des Uhren-Konstrukteurs. Je mehr Zähne ein Trieb hat, umso besser wird die Verzahnung, da immer mehrere Trieb-Zähne gleichzeitig mit der Radverzahnung in Eingriff stehen.

  • Umlenkrolle

    Umlenkrollen sitzen bei Seilzug-Uhren oberhalb der (des) Gewichte(s). Sie halbieren die Fallhöhe des Gewichtes pro Umdrehung des Antriebsrades und verlängern somit die Laufdauer der Seilzug-Uhr.

  • Unikat

    Ein Unikat ist ein einmaliges Stück. In der Wohnraum-Manufaktur Matthias Naeschke entstehen auf Kundenwunsch immer wieder ganz spezielle Uhren-Unikate.

  • Unruh

    Gangregler, der hauptsächlich in tragbaren Uhren Verwendung findet. Mechanische Tischuhren, die zu klein für den Einsatz von Pendeln als Gangregler sind, haben meist Echappements mit Unruhen. Die Unruh besteht aus Unruhwelle, Unruhreif, Plateau und Spirale. Unruhen können verschiedene Schlagzahlen haben. Heutiger Stand der Technik sind selbstkompensierende Unruhen mit Reif aus Beryllium-Bronze und Spiralen aus Nivarox.

  • Ventil

    In Flötenuhren gibt es für jede Pfeife ein Ventil in der Windlade. Die Ventile werden mit Ventil-Federn geschlossen gehalten, so dass kein Ton klingt. Öffnet nun der als Stecher bezeichnete Teil eines Klavis das Ventil, kann Luft aus der Windlade in die Pfeife entweichen und einen Ton erzeugen.

  • Vergoldung

    Den hauchdünnen Überzug eines Trägermaterials mit Gold nennt man Vergoldung. Bei Uhrwerken erfolgt die Vergoldung auf galvanischem Wege. Eine Vergoldung schützt das darunter liegende Messing vor dem Anlaufen und erhält seinen Glanz somit für Generationen.

  • Versilberung

    Wie beim Vergolden wird auf galvanischem Weg eine hauchdünne Schicht Silber auf ein Trägermaterial aufgebracht.

  • Verzahnung

    Die Verzahnung ist der Überbegriff für die jeweiligen Eigenschaften und Formen von verzahnten Rädern. Es gibt international gültige Normen für Verzahnungen, nach denen sich die Industrie und das Uhrmacherhandwerk richten.

  • Viertelrad

    Das Viertelrad ist Teil des Zeigerwerks. Es trägt den Minutenzeiger und dreht sich ein Mal pro Stunde um die eigene Achse.