Uhren-Lexikon D

  • Deckstein

    Ein Deckstein kann Teil einer präzisen Lagerung sein. Decksteine sind immer fester Bestandteil von Unruhlagern bzw. Stoßsicherungen. Decksteine vermindern in erster Linie die Reibung der Unruhwelle in ihren Rubinlagern und halten das Öl im Lager fest. Decksteine schützen nebenbei das Lager auch vor Verschmutzung.

  • Diamant

    Diamant ist das härteste bekannte Mineral. Seine Härte beträgt den Wert 10 auf der Härteskala, benannt nach dem Mineralogen Carl Friedrich Christian Mohs. Grundstoff für Diamant ist Kohlenstoff, der tief unter der Erdoberfläche unter hohem Druck und Temperatur zusammengepresst wird. Durch vulkanische Aktivität werden Teile des Erdmantels an die Erdoberfläche gespült und darin abgekapselt von Sauerstoffzufuhr (Sauerstoff bringt Diamant zum Oxidieren) befinden sich die Rohdiamanten. Durch seine Kristallstruktur lässt sich Diamant in verschiedenste Formen schleifen und je nach Reinheit und Gewicht werden Diamanten klassifiziert.

    Der Brillantschliff ist die gängigste Form der Diamantbearbeitung. Unvergleichlich reizvoll ist das Feuer (die Brechung des Lichtes), welches ein bearbeiteter Diamant versprüht. Im Gangrad der Tischuhr NT 1 „Le bijou“ von Matthias Naeschke sind 108 Brillanten gefasst und in Bewegung ist das funkelnde Rad ein Blickfang, dem sich kein Betrachter entziehen kann.

  • Drehmoment

    Physikalische Größe für das Ergebnis von Kraft, multipliziert mit dem Kraftarm, an dem sie ansetzt. Umfangreiche Berechnungen zu Drehmomenten stehen am Beginn jeder neuen Uhrwerks-Konstruktion der Manufaktur Matthias Naeschke.

  • Drops-Gang

    Der Drops-Gang ist eine Erfindung aus der Haigerlocher Wohnraumuhren-Manufaktur Matthias Naeschke. Statt der normalen und flachen Paletten einer Graham-Hemmung kommen hier kreisrunde Rubin-Paletten zum Einsatz. Sollten die Paletten nach Jahrzehnten einmal Abnutzungsspuren aufweisen, können diese einfach gedreht werden. Das Nachschleifen der Flächen entfällt hier gänzlich. Den Uhrmacher wird es freuen.