Uhren-Lexikon H - J

  • Handgravur

    Gravuren werden heute meist von Maschinen erzeugt. Handgravuren, also solche die ein ausgebildeter Graveur mit seinen speziellen Werkzeugen und Graviersticheln eben von Hand anbringt, sind selten geworden. Alle Silberzifferblätter der exklusiven Wohnraumuhren von Matthias Naeschke werden von einem Meistergraveur mit einer individuellen Handgravur beschriftet. Kein Blatt gleicht so dem anderen.

  • Härten

    Das Härten ist ein Vorgang, bei dem die mechanischen Eigenschaften von Stahl verändert werden. Dabei werden die Struktur und das Gefüge von Stahl gezielt beeinflusst und umgewandelt. Das geschieht mittels Glühen. Durch ein rasches Abschrecken in Öl oder Wasser wird der Stahl daran gehindert, in seinen ursprünglichen Gefügezustand zurückzukehren. Man sagt dann, der Stahl ist glashart. Er würde brechen wie Glas, wenn er mechanischer Belastung ausgesetzt wäre. Durch das Anlassen wird dem Stahl wieder ein Stück der Härte genommen und er wird bearbeitbar. Gehärtete Wellen, Triebe und Zugfedern sind Beispiele aus der Uhrmacherei, bei denen das Härten eine ganz besonders wichtige Rolle spielt.

  • Hartmessing

    Messing gibt es in verschiedenen Legierungen. Je nach Zusammensetzung seiner Legierungsbestandteile erhält das Material seine mechanischen und chemischen Eigenschaften. Sogenanntes Hartmessing, auch Platinenmessing genannt, findet in den Uhrwerken von Matthias Naeschke seinen Einsatz. Es lässt sich gut bearbeiten und ist sehr stabil.

  • Hemmung

    Die Hemmung besteht aus dem Gangrad, auch Hemmungsrad genannt, und dem Anker. Die Hemmung ist dafür zuständig, die aus dem Räderwerk kommende Antriebskraft in kleine Portionen zu zerteilen und auf den Gangregler (Pendel / Unruh) zu übertragen.

  • Hemmungsrad (Gangrad)

    Das Gangrad - auch Hemmungsrad oder Ankerrad genannt - ist das letzte Rad im Kraftfluss des Gehwerkes einer mechanischen Uhr. Zusammen mit dem Anker bildet es die Hemmung. Je nach Hemmung können die Zähne des Gangrades unterschiedliche Formen aufweisen. Die Größe und die Anzahl der Zähne des Gangrades hängen von der Uhrwerks-Konstruktion ab. In einer typischen Sekundenpendeluhr mit Sekundenzeiger auf der Gangrad-Welle besitzt dieses genau 30 Zähne.

  • Holzpfeifen

    Die Flötenuhr-Pfeifen können aus verschiedenen Materialien gefertigt sein. Holz und Zinn sind die gängigsten Werkstoffe für Pfeifen. Holz schwingt anders als Metall und gibt den Holzpfeifen einen weicheren Klang. Zusammen mit der Machart des Korpus und Labiums entstehen bei Holzpfeifen die unterschiedlichsten Klangfarben. Bei Flötenuhren kommen gedeckte Holzpfeifen und offene Holzpfeifen zum Einsatz.

  • Innenverzahnung

    Ist ein Zahnkranz nicht am äußeren Durchmesser, sondern im inneren Durchmesser verzahnt, spricht man von einer Innenverzahnung. Innenverzahnungen kommen in Uhren äußerst selten vor. Datum-Scheiben sind eines der wenigen Beispiele für eine Innenverzahnung bei mechanischen Uhrwerken.

  • Intonation

    Bei der Intonation wird die Klangfarbe einer Orgelpfeife erzeugt und beeinflusst. Nur präzise intonierte Pfeifen ergeben einen homogenen Klang bei Orgeln, Drehorgeln und Flötenuhren.

  • Isochronismus

    Der Isochronismus bezeichnet gleiche Schwingungszeiten für alle Schwingungsweiten, zum Beispiel eines Gangreglers.

  • Jahreskalender

    Der Jahreskalender berücksichtigt während eines Jahres die Monatslängen. Im Schaltvorgang des Kalenders am Ende des Monats weiß der Jahreskalender, ob es sich um einen Monat mit 28, 30 oder 31 Tagen gehandelt hat. Schaltjahre berücksichtigt ein Jahreskalender nicht. Somit muss der Jahreskalender im Februar eines Schaltjahres von Hand verstellt werden.

  • Jahresläufer

    Ein Jahresläufer ist eine Uhr, die eine Laufdauer (Gangreserve) von einem Jahr, also mindestens 365 Tagen, hat. Die Firma Matthias Naeschke - Feinste Uhrmacherei ist weltweit der Spezialist für diese Jahresläufer. Aus der Uhrenmanufaktur kommen neben Jahresläufern auch ein 4-Jahresläufer oder ein nur einmalig gefertigter 10-Jahresläufer.