Standuhr NL 400 SQ – Die Kunst des WeglassensUm die gesamte Mechanik und Qualität einer handgefertigten Wohnraumuhr gebührend zur Geltung zu bringen, gibt es die Möglichkeit, so viel wie möglich davon sichtbar zu machen. Bei der Standuhr NL 400 SQ sind es große Durchbrüche in den Platinen, das so genannte Skelett. Beim Aussägen der Platinen, dem Skelettieren, lässt der Uhrmacher nur so viel Material an den Uhrwerks-Platinen übrig, wie für die sichere Funktion des Werkes unbedingt nötig ist. Verschlungene und zugleich ästhetische Formen und Rundungen entstehen. Höchste Faszination übt das Werk im zusammengebauten Zustand auf den Betrachter aus, da es ihm tiefe Einsicht in die komplexen mechanischen Abläufe gewährt. Wo kommt die Kraft her, wo geht sie hin? Wie entsteht der Glockenschlag? Welches Rad greift im Getriebe in welches Trieb ein? Diese Fragen kann die Standuhr NL 400 SQ von Matthias Naeschke auf eine unnachahmliche Weise beantworten. Selbst wenn das Ergründen der Geheimnisse etwas länger dauern sollte, die Standuhr NL 400 SQ ist mit einer Laufdauer von 4 Monaten nach Vollaufzug gut darauf vorbereitet.
Aus handgraviertem, massivem Sterling-Silber bestehen Ziffernring und Sekundenskala. Der Sekundenzeiger dreht sich in zwei Minuten ein Mal und hat zwei Spitzen. Zwei Bleigewichte, verpackt in je einem 12-eckigen, vergoldeten Messingmantel, liefern die Antriebsenergie für das Werk. Ein Kompensations-Sekundenpendel dient als Gangregler. Unter der Zeigerwerksmitte aufgehängt verfügt es über eine Gabel, die nach oben über den Aufhängepunkt hinausragt. Etwaige Stöße gegen diese Wohnraumuhr gleichen sich so von selbst aus. Obwohl dieses Manufaktur-Uhrwerk ein Schlagwerk hat, werden bemerkenswerte Gangergebnisse erreicht. Möglich macht das ein, von Matthias Naeschke eigens für geringsten Kraftbedarf entwickelter, Schlagwerksmechanismus. Ein hochwertiges Gehäuse ist schützende Hülle und dekoratives Element zugleich und macht aus der Standuhr NL 400 SQ einen Solitär für gehobenes Ambiente.
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