Nicht zu Unrecht wird in Fachkreisen das Zifferblatt als Gesicht einer Uhr bezeichnet. Bei uns widmet man sich dieser Tatsache mit viel Aufmerksamkeit. Ob mit römischen oder arabischen Ziffern bedruckt oder von Hand graviert, jede Linie und jede Strichstärke wird vorher genau festgelegt. Unzählige Varianten eines Zifferblattes werden gezeichnet, miteinander verglichen, Zeigerformen besprochen und der beste Entwurf wird ausgewählt, um später ein Naeschke-Uhrwerk in Szene zu setzen.

Massives Sterling-Silber mit bis zu 1,5 mm Stärke dient als Ausgangsmaterial und wird von einem erfahrenen Meister-Graveur in virtuoser Handarbeit zum Zifferblatt. Hieb für Hieb sticht er mit ruhiger Hand Zahlen und Schriften in das zähe Material. Zurück in der Manufaktur, erhalten die Zifferblätter eine schwarze Oxidationsschicht und den abschließenden Strich- oder Perlmuttschliff. Eine Einbrennlackierung schützt die Silber-Zifferblätter dauerhaft gegen das Anlaufen.

Andere Zifferblatt-Varianten unseres Hauses sind mit granuliertem Silber überzogen und erhalten in einem speziellen lithografischen Verfahren ihren Druck. Dieses Verfahren ermöglicht im Vergleich zum Siebdruck feinste Linienstärken von einem Zehntelmillimeter und darunter. Bei Flötenuhren und auf speziellen Wunsch kommt bei uns das klassische Emailzifferblatt zum Einsatz. Besonders schön wirkt das Email, wenn es auf einer leicht gewölbten Oberfläche aufgebracht ist.